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Bachelorarbeit-Bericht Nr. 10

2010-09-10 15:25:41

Stichwörter: Bachelorarbeit, Teachlets

Heute gibt es einen Bericht zwischendurch, weil es sich schon wieder lohnt. Es gibt das Glossar, das ich für die Arbeit geschrieben habe - da können endlich auch mal die Leute mitreden, die von Teachlets bisher gar keine Ahung haben. Außerdem gibt es Neuigkeiten vom Studienbüro wegen der Master-Zulassung.

Begriffsverzeichnis

Die folgende Liste von Begriffen stammt eins zu eins aus dem aktuellen Entwurf meiner Bachelorarbeit. Ich stelle es hier komplett rein, weil es nicht zu lang ist und weil ich hoffe, dass ihr mich auf Probleme aufmerksam machen könnt. Sind die Begriffe gut genug erklärt? Wo gibt es noch Unklarheiten? Gibt es weitere Begriffe, die vielleicht irgendwann mal hier auf dem Blog aufgetaucht sind und zu denen ihr euch eine Erklärung wünschen würdet?

  • Ausgangssystem:
    Eine lauffähige, aber auf eine ganz bestimmte Weise defizitäre Software. In der Regel ist diese speziell für ein Teachlet entworfen, so dass durch die erfolgreiche praktische Anwendung des Lernziels des Teachlets (z.B. ein bestimmtes objektorientiertes Entwurfsmuster) das genannte Defizit der Software im Laufe der Teachlet-Einheit von den Teilnehmern behoben werden kann.
  • Autor:
    Zu einem Teachlet gehören einer oder mehrere Autoren, die das Teachlet erstmalig konzipiert und dokumentiert haben. Normalerweise ist der Autor gleichzeitig der Moderator bei der ersten Aufführung eines Teachlets. Ein Moderator kann allerdings auch Teachlets von anderen Autoren aufführen.
  • Choreographie:
    Eine zeitliche Planung für Aufführungen eines bestimmten Teachlets, die den Ablauf und zeitliche Grenzen für einzelne Abschnitte festlegt.
  • Ergebnissystem:
    Die Software, wie sie in einer Teachlet-Einheit von den Teilnehmern aus dem Ausgangssystem entwickelt wird. Das Ergebnissystem ist der Teachlet-Einheit zuzordnen und entsteht bei jeder Aufführung des Teachlets erneut. Anders als das Zielsystem ist das Ergebnissystem nicht in jedem Fall vollständig und fehlerfrei.
  • Lernziel:
    Jedes Teachlet hat ein Lernziel. Häufig ist das ein objektorientiertes Entwurfsmuster, es kommen aber auch z.B. Programmiersprachkonzepte und Umsetzungen von Algorithmen in Frage. Innerhalb einer Teachlet-Einheit sollen die Teilnehmer das Lernziel sowohl theoretisch erfahren als auch praktisch auf das Ausgangssystem anwenden.
  • Moderator:
    Eine Teachlet-Einheit wird von einem oder mehreren Moderatoren angeleitet. Diese müssen mit dem Teachlet und seinem Lernziel sehr gut vertraut sein, um die Teilnehmer erfolgreich und innerhalb des zeitlichen Rahmens durch die Choreographie zu lenken, ohne ihm mehr Freiräume zu nehmen als nötig.
  • Teachlet:
    1. Ein auf Interaktivität ausgelegtes Lehrkonzept, das im vorigen Abschnitt sowie in Kapitel 4 genauer definiert wird.
    2. Eine weitgehend statische Sammlung aller Dokumente und Software, die es ermöglichen, zu einem bestimmten Thema eine Teachlet-Einheit zu halten, die vom Autor bzw. von den Autoren dieses Teachlets konzipiert wurde. Es wird empfohlen[Sch05], für jedes Teachlet eine Versionsnummer zu vergeben, anhand der erkennbar ist, wie oft und wie stark dieses Teachlet bereits überarbeitet wurde.
  • Teachlet-Einheit:
    Eine konkrete Durchführung eines Teachlets in einer bestimmten Lehreinheit. Auch: Teachlet-Aufführung
  • Teachlet-Werkstatt:
    Eine Teachlet-Werkstatt ist "eine seminarartige Semesterveranstaltung, in der die Teilnehmer neue Teachlets ausarbeiten. Jeder Teilnehmer muss sich dazu mit mindestens einem Lernziel befassen und für dieses Lernziel ein Teachlet entwerfen. Die neuen Teachlets werden an den Teilnehmern der Werkstatt selbst ausprobiert und anschließend von den Teilnehmern analysiert und bewertet." ([Sch05]) In Teachlet-Werkstätten wird also der Schwerpunkt auf Feedback zu den neu erstellten Teachlets gelegt. Zu diesem Zweck werden dort meist auch Tracker eingesetzt.
  • Teilnehmer:
    Zu einer Teachlet-Einheit gehören mindestens einer, typischerweise mehrere Teilnehmer. Die Teilnehmer sitzen im Plenum und gestalten den vom Moderator vorgegebenen Rahmen durch Wortmeldungen und Diskussionen. In der Regel lassen sich bei einer Teachlet-Einheit sowohl aktive als auch passive Teilnehmer beobachten. Aktive Teilnehmer äußern verstärkt ihre Meinung und vertreten ihre Position, während passive Teilnehmer weitgehend ausschließlich zuhören.
  • Tracker:
    Eine Rolle, der vor allem in der Teachlet-Werkstatt eine wichtige Bedeutung zukommt. Der Tracker stammt aus dem Kreis der Teilnehmer und hat die Aufgabe, ein Zeitprotokoll des Teachlets zu erstellen, anhand dessen der Moderator hinterher die Praxistauglichkeit der Choreographie überprüfen kann. Dazu schreibt der Tracker mit, zu welcher Uhrzeit die verschiedenen Phasen des Teachlets beginnen und enden.
  • Zielsystem:
    Eine Version der betrachteten Software, in der das Lernziel korrekt umgesetzt wurde. Das Zielsystem wird normalerweise vom Autor des Teachlets erstellt und wird als Notlösung verwendet, falls die Implementierung den Teilnehmern nicht innerhalb der Zeit gelingt.

Zulassung zum Informatik-Masterstudium

Alle, die es betrifft, haben die Mail bestimmt schon gelesen: Wir haben dieses Jahr doch noch mal Glück und haben theoretisch Zeit bis zum 1.4., um alles abzuliefern. Nicht, dass ich davon übermäßigen Gebrauch machen möchte... aber zumindest heißt das, dass der 4. Oktober als Termin für den Vortrag zu der Arbeit unproblematisch ist und dass ich mich nicht ganz so hetzen muss wie befürchtet. Also: Den 4.10. freihalten, wenn ihr den Vortrag hören möchtet.

Am Rande: Gestern ist mir per Post die Kopie der Anmeldung der Arbeit mit Unterschrift des Prüfungsausschussvorsitzenden zugegangen. Ganz offiziell habe ich Zeit bis zum 6. Dezember. Aber keine Angst, spätestens Anfang/Mitte Oktober werde ich fertig.

Kapitel-Status

Eigentlich hatte ich vor, euch mit einer erneuten Gliederung zu verschonen, da nur ein paar neue Unterkapitel dazugekommen sind. Dann dachte ich mir aber, dass es vielleicht spannend ist, eine Übersicht über geschriebene und ausstehende Kapitel zu bekommen. Deshalb kommt jetzt noch mal eine aktuelle Gliederung, in der die noch zu schreibenden Kapitel fett dargestellt sind.

  1. Einführung
    • Ziele dieser Arbeit
  2. Die Teachlet-Idee
    • Begriffsklärung
    • Abgrenzung von ähnlichen Methoden
  3. Bisherige Teachlet-Praxis
    • Berichte von Moderatoren
  4. Definition
    • Die ursprüngliche Definition und ihre Grenzen
    • Aktualisierte Definition
  5. Grenzen und Möglichkeiten
    • Das Durchschnitts-Teachlet
    • Ausschlusskriterien und Grenzen (gerade dabei)
    • Varianten und Möglichkeiten
  6. Fazit
    • Ausblick

Es geht, wie ihr seht, ganz gut voran. Freut euch auf die Interview-Berichte am Dienstag!

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