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Bachelorarbeit-Bericht Nr. 2

2010-07-27 22:14:33

Stichwörter: Bachelorarbeit, Teachlets

Heute geht es um Empirie und Datenerhebung. Ich möchte euch gerne darstellen, welche Überlegungen ich bezüglich meiner Datenquellen bisher angestellt habe, und was ich ungefähr für Daten erheben möchte.

Bachelorarbeiten und Datenerhebung

Eine Bachelorarbeit im Studienfach Informatik befasst sich typischerweise mit einer Problemstellung, die sich theoretisch analysieren oder sogar implementieren lässt. Etwas seltener sind Themen, die tatsächlich Feldforschung erfordern, die durch Befragungen oder ähnliche Methoden geleistet werden kann. Zu letzteren ist auch mein Thema zu zählen.

Datenquellen

Für meine Forschungsfrage(n) zur Vielseitigkeit von Teachlets gibt es nur eine kleine Menge an Datenquellen, die mir ggf. weiterhelfen können.

  • Da gibt es zunächst mal das Teachlet-Archiv, in dem eine große Anzahl bestehender Teachlets aus den vergangenen Teachlet-Werkstätten konserviert ist. Jedes enthält idealerweise die komplette Teachlet-Choreographie, alle Folien, Systeme und Materialien, sowie mit etwas Glück Erfahrungen von bisherigen Durchführungen. Für die Frage, was Teachlets im Kern ausmacht, ist es mit Sicherheit sinnvoll, nicht nur von der Seite der Theorie mit der Definition zu arbeiten, sondern auch vorhandene Teachlets auf Gemeinsamkeiten und allgemeine Strukturen zu untersuchen.
  • Weiterhin habe ich die Hoffnung, Interviews mit einigen erfahrenen Teachlet-Moderatoren zu führen. Im Umfeld unserer Uni gibt es vielleicht ein halbes Dutzend Leute, die bereits mehrfach und reflektiert Teachlets eingesetzt haben. Diese Leute möchte ich gerne zu fassen bekommen und zum Thema befragen, in der Hoffnung, dass sich aus den Interviews verwertbare Erkenntnisse gewinnen lassen.
  • Zuletzt bleibt die Beobachtung aus erster Hand. Ein Teachlet, das Ende August hier an der Uni mit über 100 Leuten durchgeführt werden soll, habe ich mir dafür herausgepickt und werde es beobachten - "tracken", wie der Teachlet-Kenner sagen würde; das bezeichnet das minutengenaue Protokollieren, welcher Abschnitt wie lange gedauert hat, speziell um den tatsächlichen Ablauf hinterher mit der Planung vergleichen zu können. Dabei ist vor allem interessant, wie das Teachlet-Konzept bei einer so großen Teilnehmerzahl läuft.

Schwierigkeiten

Der Datenerhebung sind schon dadurch Grenzen gesetzt, dass sich ein Teachlet nicht "mal eben testweise" durchführen lässt, weil man dafür eine bestimmte Anzahl an Teilnehmern braucht. An diesem Punkt ist die probeweise Durchführung eines Teachlets im Anschluss an eine OOPM-Vorlesung im vergangenen Semester gescheitert - neimand hatte Lust, dafür länger zu bleiben, was natürlich verständlich ist. Ich muss also sehr genau darauf achten, alle verfügbaren Quellen zu nutzen, denn es ist eine sehr begrenzte Zahl.

Ein weiteres "Problem" ist, dass die Daten, die ich erhebe, größtenteils eher qualitativ als quantitativ sind. Es wird nicht allzu viel zu vergleichen und in hübsche Diagramme zu packen geben, dafür aber umso mehr unterschiedliche Aussagen und Wertungen, aus denen ein kohärentes Gesamtbild extrahiert werden muss. Das wird gerade für einen Naturwissenschaftler wie mich ein hartes Stück Arbeit.

Organisatorisches

Seit letzter Woche habe ich einen Zweitbetreuer. Prof. Oberquelle hat sich dazu bereiterklärt. Jetzt, wo dieser Posten besetzt ist, steht einer Anmeldung der Arbeit im Prinzip nichts mehr im Wege. Ich werde das mal mit Axel besprechen.

Ende

Hoffentlich ist meine Darstellung der Konzepte zur Datenerhebung halbwegs verständlich. Was haltet ihr davon? Ist es so lesbar geschrieben, oder soll ich noch mehr auf typische Teachlet-Begriffe eingehen, wenn ich sie verwende?

Nächste Woche berichte ich dann vom Brainstorming-Treffen mit Axel und Christian, bei dem hoffentlich schon ein paar Grunderkenntnisse über die Definition von Teachlets gewonnen werden können. Das Treffen wird Donnerstag stattfinden, nächsten Dienstag ungefähr um diese Zeit gibt es dann hier die Ergebnisse zu sehen.

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